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Systemwechsel

GloriaFood-Speisekarte übernehmen: was beim Umzug verloren geht

Artikelnamen und Preise sind schnell kopiert. Fehler entstehen bei dem, was dazwischen liegt: Aufpreise je Größe, Pflichtauswahl, Zeitfenster und Aktionen. So übersetzen Sie Ihre Karte sauber in den neuen Shop.

Tabelle: Kategorien und Artikel werden übertragen, Größen, Pflichtauswahl und Aktionen müssen geprüft oder neu angelegt werden, Kundenkonten bleiben zurück
Was sich übertragen lässt und was im neuen Shop neu entstehen muss – typische Fälle, abhängig vom Zielsystem.
Worauf es ankommt

Kopieren Sie Ihre Karte nicht 1:1. Übersetzen Sie sie: Jede Größe, jede Pflichtauswahl und jeder Aufpreis wird im neuen Shop einzeln geprüft.

Die Speisekarte ist das Herz Ihres Bestellwegs und der aufwendigste Teil des Umzugs. In GloriaFood ist sie oft über Jahre gewachsen: hier ein neues Extra, dort eine Mittagsaktion, irgendwann eine dritte Pizzagröße. Ein Teil davon lässt sich mitnehmen. Ein anderer Teil steckt in Regeln, die jedes System anders abbildet.

Bevor Sie anfangen, sollten Ihre Daten gesichert sein. Das Inventar dazu beschreibt der Beitrag GloriaFood-Daten sichern. Hier geht es um den nächsten Schritt: die Übersetzung in den neuen Shop.

Was sich gut übertragen lässt

Kategorien, Artikelnamen, Beschreibungen und Grundpreise sind einfache Listen. Sie lassen sich aus einem Export oder einer sauber gepflegten Tabelle übernehmen. Achten Sie dabei auf Kleinigkeiten, die beim Kopieren gern verloren gehen: Umlaute, Dezimalkommas, Zeilenumbrüche in Beschreibungen und die Kennzeichnung von Zusatzstoffen und Allergenen.

Bei Bildern lohnt ein zweiter Blick auf die Herkunft. GloriaFood stellt Restaurants eine kostenlose Sammlung von Speisenfotos zur Verfügung. Ob Sie solche Bilder außerhalb von GloriaFood weiter verwenden dürfen, ist nicht selbstverständlich – klären Sie die Rechte oder nutzen Sie eigene Fotos. Ihre echten Gerichte überzeugen Gäste ohnehin mehr.

Was Sie einzeln prüfen müssen

Größen und Aufpreise

Ein typisches Beispiel aus einer Pizzeria: Extra Käse kostet auf der kleinen Pizza 1,00 €, auf der Familienpizza 2,50 €. Manche Systeme hinterlegen Aufpreise je Größe, andere nur einen festen Betrag. Wird das falsch übertragen, berechnet der neue Shop entweder zu wenig – oder Gäste zahlen bei der kleinen Pizza zu viel. Prüfen Sie jedes Extra in jeder Größe.

Pflichtauswahl und Grenzen

„Bitte eine Soße wählen“, „höchstens drei Beläge“, „Getränk inklusive“: Solche Regeln stehen in keiner Preisliste. Notieren Sie für jede Auswahlgruppe, ob sie Pflicht ist, wie viele Optionen erlaubt sind und ob die ersten davon kostenlos sind. Ein Döner mit „Soße nach Wahl, zweite Soße gegen Aufpreis“ ist für Gäste selbstverständlich – für ein Bestellsystem ist es eine eigene Regel.

Zeitfenster und Verfügbarkeit

Mittagskarte bis 15 Uhr, Frühstück am Wochenende, saisonale Gerichte: Prüfen Sie, wie der neue Shop zeitlich begrenzte Artikel abbildet und wer sie im Alltag aus- und einblendet, wenn etwas ausverkauft ist.

Steuersätze

Speisen und Getränke können unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen. Übernehmen Sie die Zuordnung je Artikel nicht ungeprüft, sondern stimmen Sie sie mit Ihrer Steuerberatung ab.

Was beim Umzug verloren geht

Einige Dinge lassen sich nicht mitnehmen. Sie müssen im neuen Shop neu entstehen oder bewusst wegfallen:

  • Aktionen und Gutscheine. Rabattcodes, Mengenrabatte und „Getränk gratis ab 25 €“ sind Regeln des alten Systems. Entscheiden Sie, welche Aktion Sie weiterführen, und richten Sie sie neu ein. Informieren Sie Gäste, wenn ein alter Code nicht mehr gilt.
  • Kundenkonten und Bestellverlauf. Gespeicherte Adressen und „Nochmal bestellen“ bleiben im alten System. Gäste geben ihre Daten im neuen Shop neu ein. Personenbezogene Daten übernehmen Sie nicht pauschal, sondern nur mit geklärter Rechtsgrundlage.
  • Auswertungen. Welche Artikel wann am häufigsten bestellt werden, sichern Sie als Export oder Bildschirmfoto, solange der Zugang besteht. Für die Planung im neuen Shop sind diese Zahlen nützlich.
  • Bon-Layout. Welche Angaben wie groß auf dem Küchenbon stehen, legt jedes System anders fest. Lassen Sie die Küche den neuen Bon vor dem Start lesen.

Wann Sie die Karte einfrieren

Solange beide Systeme laufen, ändert sich im Alltag trotzdem etwas: ein Preis steigt, ein Gericht fällt weg, ein neues Extra kommt hinzu. Jede dieser Änderungen müssen Sie doppelt pflegen. Legen Sie deshalb einen Stichtag fest, ab dem die Karte nur noch im neuen Shop bearbeitet wird, und notieren Sie alle Änderungen danach in einer Liste. Der Stichtag liegt sinnvollerweise kurz vor den Testbestellungen, nicht erst am Tag der Umstellung.

Planen Sie den Umzug der Karte nicht in die letzten Wochen vor dem 30. April 2027. Wann welche Schritte sinnvoll sind, zeigt der Zeitplan in der Übersicht zum Ende von GloriaFood.

Schritt für Schritt zur neuen Karte

  1. Die aktuelle Karte als Tabelle sichern: Kategorie, Artikel, Beschreibung, Preis je Größe.
  2. Für jede Auswahlgruppe die Regeln notieren: Pflicht oder optional, Mindest- und Höchstzahl, Aufpreise je Größe.
  3. Die Karte bereinigen: Artikel, die seit Monaten niemand bestellt, und doppelte Extras streichen.
  4. Die Karte im neuen Shop anlegen lassen oder selbst anlegen.
  5. Zehn Stichproben bestellen: jedes Extra in jeder Größe mindestens einmal, dazu eine Pflichtauswahl und einen zeitlich begrenzten Artikel.
  6. Den Bon gegen den Warenkorb prüfen und von der Küche abnehmen lassen.

Wie eine Bestellung mit Größen und Extras bis zum Küchenbon aussieht, können Sie in der Demo-Bestellung nachvollziehen.

Bei Lieferfrei gehört diese Arbeit zur Einrichtung: Wir strukturieren Ihre Speisekarte gemeinsam mit Ihnen, legen sie im Webshop an und testen den Bestellweg bis zum Bon. Was das Startpaket umfasst, steht auf der Preisseite.

Über diesen Beitrag

Lieferfrei plant und betreut Restaurant-Webshops mit Bestellterminal und Bondrucker. Die Hinweise dienen der Vorbereitung Ihres Betriebs. Konkrete Funktionen und Leistungen stimmen wir vor der Einrichtung ab.

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